20 Jahre Kreuzer Leipzig

Olympia 2012 findet in Leipzig statt. Der Leipziger Hafen hat Anschluss an die Weltmeere gefunden. Papst Benedikt XVI. sorgt für den Wiederaufbau der Paulinerkirche. Der Kreuzer – Das Leipziger Stadtmagazin, hervorgegangen aus der bürgerbewegten 1990er-Gründung DAZ („Die Andere Leipziger Zeitung“), feiert zwanzigsten Geburtstag und kündet von „Ereignissen, die wir uns gewünscht haben“.

Meinen „Bericht“ vom Suhrkamp-Umzug in die alte Buch- und Messestadt lesen Sie nicht im Netz, aber gedruckt in der Jubiläumsausgabe. Jetzt am Kiosk und im Bahnhofsbuchhandel.

Kreuzer Cover 06_2011

„Bilder beeinflussen unsere Demokratie“

In Chemnitz findet gegenwärtig eine Fachtagung der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft statt. Der Chemnitzer Philosophieprofessor Klaus Sachs-Hombach spricht im Interview (für die Freie Presse Chemnitz) über die Macht der Bilder, symbolische Politik und das Verhältnis von Emotion und Argument.

„Unser Nachkriegsmodell der Demokratie ist von Jürgen Habermas geprägt. Es sieht vor, dass es einen rationalen Diskurs gibt und eine Öffentlichkeit, in der Entscheidungen nach Abwägung von Interessen getroffen werden. Heute scheint es aber vielmehr so zu sein, dass – was Niklas Luhmann beschreibt – sehr viel stärker Bilder in das öffentliche Bewusstsein treten und diesen rationalen Diskurs ablösen.“

Wenn Politik die Medien lenkt

Die Münchner Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen und Anke Fiedler versammeln in ihrer Studie „Die Grenze im Kopf“ Interviews mit DDR-Journalisten und zeichnen ein vielstimmiges, differenziertes Bild der damaligen Medien. Zur Gegenwart der Vergangenheit aber fragen sie nicht.

Lesen Sie hier meine Rezension für die Freie Presse Chemnitz.

„Was sollen sie denn anderes tun?“

Die Leipziger Japanologin Steffi Richter spricht im Interview (für die Freie Presse Chemnitz) über die japanische Katastrophe, westliche Vorurteile und die Notwendigkeit zu helfen.

„Wenn eine hoch entwickelte westliche Gesellschaft von solchen Katastrophen betroffen ist, ist man geneigt zu glauben, es brauche solche Hilfe nicht. Aber das stimmt nicht. Die Solidarität ist dringend nötig.“

Eine Möglichkeit zu spenden gibt es zum Beispiel hier und hier.