Wo waren Sie …

… in der Nacht, in der die Mauer fiel? Die Schriftstellerin Julia Franck („Grenzübergänge“) und der Essayist Renatus Deckert („Die Nacht, in der die Mauer fiel“) haben jeweils rund zwei Dutzend Autoren aus Ost und West um ihre Erinnerungen an den 9. November 1989 und die Grenzöffnung gebeten. Das Kuriose: Kaum einer ist tatsächlich dabei gewesen.

Eine Doppelrezension für Kunststoff, Kulturmagazin für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nicht im Netz, aber dafür hier gedruckt zu haben.

Von Bildern und Räubern

Der Historiker Hanns Christian Löhr zeigt in dem Buch „Die Kollektion Hermann Göring: Der eiserne Sammler Kunst und Korruption im ,Dritten Reich‘“, wie sich der „Reichsmarschall“ und NS-Verbrecher Hermann Göring bei der Ausplünderung jüdischer Sammlungen in ganz Europa bereicherte.

Was davon zu halten ist, steht im Kulturteil der taz.

Eine deutsche Karriere

Sie war keine Anhängerin der Nazis, aber fühlte sich einer „Schicksalsgemeinschaft aller Deutschen“ verpflichtet: die Testpilotin und Rüstungsingenieurin Melitta von Stauffenberg, Schwägerin des Hitler-Attentäters. In Berlin-Kladow erinnert jetzt eine Ausstellung an diese ambivalente Frau.

Eine Einschätzung der Schau für die Berlinkultur-Seite der taz.

Aldi oder Gucci

Die eine saß jahrelang an der Supermarktkasse, die andere bei Anlageberatern, Fondsmanagern und in Baden-Baden am Roulettetisch. Viel haben die Ich-Berichte von Anna Sam („Die Leiden einer jungen Kassiererin“) und Heike Faller („Wie ich einmal versuchte, reich zu werden“) auf den ersten Blick nicht miteinander gemein. Doch zusammengenommen geben sie Auskunft über Gemütslagen der Mittelschicht.

Lesen Sie hier meine Doppelrezension für das Magazin der Leipziger Volkszeitung.

Das Foyer ist seine Bühne

Was macht ein Tänzer, wenn er zu alt für die Bühne ist? Werner Stiefel, einst Solist des Leipziger Balletts, leitet heute den Abenddienst im Schauspielhaus der Stadt. Und ab und an choreografiert er Tanzeinlagen für Schauspielproduktionen und im Kindertheater.

Ein Porträt, erschienen in Kunststoff, Kulturmagazin für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

„Sonst ist die Kommission tot“

In Prag findet derzeit die Nachfolgekonferenz der Washingtoner Konferenz von 1998 statt, auf der sich 44 Staaten zu „fairen und gerechten Lösungen“ im Umgang mit NS-Raubkunst verpflichteten. Im Interview für die taz zieht der Berliner Rechtsanwalt Gunnar Schnabel eine ernüchternde Bilanz und verlangt eine Reform der Limbach-Kommission.

„Sie muss auch einseitig angerufen werden können. Ihre Entscheidungen müssen verbindlich für die Beteiligten sein. Und es muss eine Veröffentlichungs- und ausführliche Begründungspflicht für ihre Entscheidungen geben. Ansonsten ist die Kommission tot.

Moral oder Gesetz (Wdhlg.)

Raubkunst und Restitution: In Berlin stellten Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Andrea Baresel-Brand von der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste den Tagungsband „Verantwortung wahrnehmen“ vor. Darin abgedruckt sind die Redebeiträge eines gleichnamigen Symposiums vom vergangenen Herbst.

Den damaligen Tagungsbericht für die taz finden Sie hier.