Der Dichter beim General

Ein Gipfeltreffen von Geist und Politik: So die gängige Lesart der Begegnung von Goethe und Napoleon in Erfurt 1808. Die Studie „Goethe und Napoleon – Eine historische Begegnung“ von Gustav Seibt zeigt den Realisten Goethe und liegt jetzt auch als Paperback vor.

Hier der Link auf meine Rezension für die taz.

Kostbare Fracht

Wieder einmal – nur ein paar Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser von 1997 – tritt die Oder über ihre Ufer. Aus aktuellem Anlass ein Hinweis auf Uwe Radas Buch „Die Oder – Lebenslauf eines Flusses“, das sich Geschichte und Gegenwart einer deutsch-polnischen Landschaft zuwendet.

Und hier finden Sie meine Rezension für den Berliner Tagesspiegel.

„Die Freude und die Bestürzung gehören zusammen“

Der Politikwissenschaftler und Leipziger-Buchpreis-Träger Herfried Münkler („Die Deutschen und ihre Mythen“) spricht im Interview (in der Märkischen Oderzeitung Ostbrandenburg, im Freien Wort Südthüringen und ab heute auch in Kunststoff, Kulturmagazin für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) über 20 Jahre DDR-Umsturz und Mauerfall, das geplante Einheits- und Freiheitsdenkmal in Berlin und darüber, warum der 9. November – Nacht der Grenzöffnung 1989, aber auch des Novemberpogroms 1938 – den besseren Gedenktag abgegeben hätte.

„Die Qualität eines politischen Mythos ist gerade die Fähigkeit des Fort- und Umerzählens und auch der Umgang mit Mehrfachkodierungen. […] Einerseits erfüllt uns dieser Tag mit einer gewissen Zufriedenheit über den Verlauf unserer Geschichte. Andererseits erfüllt er uns immer auch mit einer Bestürzung über das, was der 9. November auch noch war.

Wo waren Sie …

… in der Nacht, in der die Mauer fiel? Die Schriftstellerin Julia Franck („Grenzübergänge“) und der Essayist Renatus Deckert („Die Nacht, in der die Mauer fiel“) haben jeweils rund zwei Dutzend Autoren aus Ost und West um ihre Erinnerungen an den 9. November 1989 und die Grenzöffnung gebeten. Das Kuriose: Kaum einer ist tatsächlich dabei gewesen.

Eine Doppelrezension für Kunststoff, Kulturmagazin für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nicht im Netz, aber dafür hier gedruckt zu haben.

Aldi oder Gucci

Die eine saß jahrelang an der Supermarktkasse, die andere bei Anlageberatern, Fondsmanagern und in Baden-Baden am Roulettetisch. Viel haben die Ich-Berichte von Anna Sam („Die Leiden einer jungen Kassiererin“) und Heike Faller („Wie ich einmal versuchte, reich zu werden“) auf den ersten Blick nicht miteinander gemein. Doch zusammengenommen geben sie Auskunft über Gemütslagen der Mittelschicht.

Lesen Sie hier meine Doppelrezension für das Magazin der Leipziger Volkszeitung.

60 Jahre und ziemlich kritisch

Am 28. August 1949 wurde in der Frankfurter Paulskirche die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gegründet. Für die Frühjahrstagung der „Darmstädter Akademie“, wie sie nach ihrem Sitz auch genannt wird, war das Jubiläum dennoch Anlass nicht nur zum Feiern.

Aus Berlin ein Bericht für die Frankfurter Rundschau.

Monumente aus Rennpappe

Braucht die erweiterte Bundesrepublik einen Gründungsmythos? Auf der Leipziger Buchmesse war der Jahrestag des Mauerfalls das große Thema. Es ging um Ost-West-Identitäten und reichlich Symbolpolitik. Ein Rückblick für den Kulturteil der taz.

Und ein Einwand der Redaktion, der nicht ganz von der Hand zu weisen ist.

Chamisso Sprak

Am 5. März in München wird zum 25. Mal der Adelbert-von-Chamisso-Preis der Robert-Bosch-Stiftung für deutsch schreibende Autoren nichtdeutscher Muttersprache verliehen. Der aus Polen stammende Romancier Artur Becker ist, weil der Hauptpreis zum Teil mehrfach vergeben wurde, bereits der 29. Schriftsteller, der ihn erhält. Die argentenische Schriftstellerin María Cecilia Barbetta und die bulgarische Lyrikerin Tzveta Sofronieva sind Nummer 28 und 29 des zugleich vergebenen Förderpreises.

Eine Würdigung des Preises und der sogenannten Migrationsliteratur.

Der Dichter beim General

Ein Gipfeltreffen von Geist und Politik so lautet die gängige Lesart für die Begegnung von Goethe und Napoleon am Rande des Erfurter Fürstentags 1808. Eine Studie des Historikers und Autors der Süddeutschen Zeitung Gustav Seibt zeigt den Realisten Goethe.

Und hier finden Sie eine Rezension des Buches für das Magazin der taz.