Museumsleiterin Andrea Weigel über die neue Ausstellung der Historischen Schauweberei Braunsdorf und die Blumenmuster aus dem hauseigenen Archiv

Passend zur sächsischen Landesgartenschau 2019 im nahen Frankenberg wendet sich auch die Historische Schauweberei Braunsdorf ab dem heutigen Samstag der Pflanzenwelt zu – zumindest als Motiv. Unter dem Titel „Im Garten der Fäden“ lädt eine Ausstellung in dem früheren Industriebau zum Ausflug in die Welt floraler Muster ein, die für Stoffe der Möbelstoffweberei Tannenhauer entworfen wurden. Andrea Weigel leitet das Team des Hauses.
Frau Weigel, in Ihrer Ankündigung wird ein „Wunderkammer-ähnlicher Erfahrungsraum“ versprochen. Was erwartet die Besucher?
Andrea Weigel: Wunderkammer – das liegt sicherlich immer auch im Auge des Betrachters. Aber zum einen geht es um die Vielzahl der Objekte. Wir verfügen mit dem Musterarchiv über 3.000 Dessins und annähernd 20.000 Einzelobjekte, die den komplizierten Herstellungsprozess von der Musterzeichnung bis zum Gewebe nachvollziehbar machen. Das kann man natürlich nicht alles auf einmal zeigen. Aber wir wollen einen Eindruck davon vermitteln.
Und zum anderen?
… können wir auf eine große Viefalt floraler Muster zurückgreifen. Blumen – das ist ja ein großes Thema in der Mode und eben auch bei Stilstoffen im Biedermeier-Dessin, wie sie hier ab Mitte der 1920er-Jahre hergestellt wurden. Da können sich die Besucher auch ein wenig verzaubern lassen.




