Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis jetzt mit eigenem Wikipedia-Eintrag

Unser Lern- und Gedenkort und das ehemalige Kaßberg-Gefängnis in Chemnitz sind jetzt mit einem eigenen Eintrag auf Wikipedia vertreten. Unter dem Stichwort „Kaßberg-Gefängnis“ geht es quellenbasiert und mit zahlreichen Fotos versehen um die doppelte Diktaturgeschichte des einstigen politischen Haftorts, den Häftlingsfreikauf aus der DDR und die Gedenkstättenkonzeption. Die Ursprungsversion des Artikels hatte – unter Offenlegung der Identität – unser Gedenkstättenteam gestern online gestellt.

Der Beitrag verlinkt auf zahlreiche weitere sogenannte Lemmata und ist umgekehrt von relevanten Einträgen wie „Chemnitz“, „Kaßberg“, „Häftlingsfreikauf“ oder „Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit“ per Link auffindbar.

Die Fotos zeigen einen Teil der Bildauswahl, die aktuell im Wikipedia-Eintrag zu finden ist. – Bildnachweis: Wikipedia/Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis

Den Wikipedia-Eintrag selbst finden Sie, wenn Sie hier klicken.

Lesungen, Gespräche und Rundgänge im Lernort

In den vergangenen Wochen und Monaten hatten wir im Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Autorinnen und Autoren, Politikerinnen, Historiker und Journalisten, Chöre und Theaterprojekte zu Gast. Auf der Website des Lernorts finden Sie unsere Berichte über Veranstaltungen und Rundgänge u.a. mit György Dalos und Martin Böttger, Gerhard Gnauck, Iryna Avramenko, Bernd Lippmann, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Freikaufs Rumäniendeutscher (Fotos oben), dem Gesangsensemble Cantorianer, France 24, Ingrid Mössinger, Rainer Karlsch, dem ORF-2-Kulturmontag, Vladimir Shikhman, Wolfgang Bischoff und ZDF info, den Ensembles Neue Kammer und Schatz&Schande Leipzig, Hartmut Leimcke und dem ZDF-Fernsehgottesdienst, Thomas Purschke, Dietrich Kessler, Bernd Dünnebeil und Hartmut Rüffert (Foto ganz unten), Peter Wensierski und Tobias Rapp, Ilko-Sascha Kowalczuk und Gerald Praschl, Martina Morasso & Co. mit einer Adaption der Schachnovelle (Foto unten links), dem Johann-Amos-Comenius-Club der CDU-Fraktion im Sächsischen Landtag, Marion Rotstein und TV JOJ aus Bratislava, Exilromanen von Heinz Liepman und Ulrich Alexander Boschwitz (Foto unten rechts), Ukrainerinnen und Ukrainern in Chemnitz, Michael Schlosser, Geralf Pochop, Salli Sallmann und Bundespräsident a.D. Joachim Gauck (Auswahl aktualisiert).

Publikation beleuchtet den Weg zum neuen Lern- und Gedenkort

Die Broschüre, von mir redaktionell betreut und in der Gedenkstätte erhältlich, beleuchtet auf 72 Seiten den Weg vom leerstehenden Gefängnisbau zum Lern- und Gedenkort – mit vielen Stimmen und zahlreichen Bildern des Chemnitzer Fotografen Christian Sünderwald. Außerdem geht es um einen Blick in die Zukunft. Auch das ist ein Thema dieser Publikation: Was kann und soll er sein, der Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis?